
Alles Wichtige auf einen Blick
Maßnahmen zur Erdgasumstellung
Als Ihr Netzbetreiber vor Ort sorgen wir für eine zuverlässige Versorgung mit Energie und Wasser. Aufgrund der bevorstehenden Einstellung der L-Gas-Förderung bis 2030 wird in Deutschland schrittweise auf das energiereichere H-Gas umgestellt, was technische Anpassungen an erdgasbetriebenen Geräten erforderlich macht.
Schnell zu:
Wir sind als Ihr Netzbetreiber vor Ort zuständig für die zuverlässige Versorgung mit Wasser, Strom, Fernwärme und Gas. Zurzeit erhalten Sie in unserem Netzgebiet L-Gas, das aus Förderquellen vor allem aus den Niederlanden stammt. Allerdings sind die Fördervorkommen dort bald erschöpft und L-Gas wird uns in Zukunft nicht mehr unbegrenzt zur Verfügung stehen. Spätestens bis zum Jahr 2030 wird die Förderung komplett eingestellt. In Deutschland wird deshalb der Bezug von Erdgas nach und nach auf das alternative H-Gas aus anderen Förderregionen der Welt umgestellt. Betroffen sind Gebiete in den Bundesländern Nordrhein-Westfalen, Niedersachsen, Hessen, Bremen, Sachsen-Anhalt und Rheinland-Pfalz.
Erdgas ist ein Naturprodukt und kommt in unterschiedlichen Gasqualitäten vor, L- und H-Gas. L steht dabei für „low“ und kennzeichnet einen niedrigeren Energiegehalt, H steht für „high“, also energiereicheres Erdgas.
Von der Umstellung betroffen sind alle erdgasbetriebene Geräte in Haushalten und Unternehmen, wie beispielsweise Heizungsanlagen oder Gasherde. Diese müssen technisch angepasst werden, um das H-Gas sicher nutzen zu können.
Wann kommen wir zu Ihnen?
Auf Grund der Größe des umzustellenden Gebietes der NGN wird es verschiedene Anpassungsbezirke geben. In unserem ersten Anpassungsgebiet beginnen wir im 3. Quartal 2026 mit den Erhebungsmaßnahmen, gefolgt von der Anpassung im 1. Quartal 2028. Alle Termine entnehmen Sie gerne der beigefügten Karte.
.webp)
Umstellungsprozess
Die Erdgasumstellung ist in drei Prozessphasen unterteilt. Von der Erstinformation bis hin zur Qualitätssicherung wird der Prozess ca. 2,5 Jahre umfassen. Unsere Kundinnen und Kunden werden rechtzeitig schriftlich über jeden Prozessschritt von uns informiert.
Erhebungsphase
Im ersten Schritt werden alle Erdgasgeräte im Versorgungsgebiet durch von uns beauftragte Monteurinnen und Monteure erhoben, also auch in Ihrem Haushalt, Gewerbebetrieb oder Industrieunternehmen. Dabei werden wichtige Gerätedaten wie Hersteller, Gerätetyp und CE-Kennzeichnung erfasst. Damit stellen wir sicher, dass alle Endgeräte den technischen Voraussetzungen für die Umstellung von L- auf H-Gas entsprechen. Unsere Mitarbeitenden im Erdgasbüro bestellen im Anschluss alle erforderliche Ersatzteile direkt beim Hersteller. In der Regel sind dies z.B. Brennerdüsen.
Anpassungsphase
Nachdem alle Erdgasgeräte erfasst wurden, erfolgt im zweiten Schritt die technische Umrüstung. In einem Zeitraum von 6 bis 24 Monaten nach der Erhebung werden wir dazu einen weiteren Termin mit Ihnen vereinbaren. Vorbereitend auf die technische Anpassung beschaffen wir Ersatzteile bei den unterschiedlichen Herstellern und klären mögliche Rückfragen. Nur wenn Ihre Endgeräte technisch auf die neue Gasqualität umgestellt werden, können diese das H-Gas auch sicher und effizient nutzen.
Sie müssen sich um nichts kümmern. Zum Anpassungstermin werden unsere Monteurinnen und Monteure alle benötigten Ersatzteile mitbringen und fachmännisch einbauen. Dies umfasst meist auch den Austausch einiger Bauteile, etwa der Brennerdüse.
Wenn in seltenen Fällen bei der Erhebung festgestellt wird, dass ein Gasgerät nicht technisch angepasst werden kann, ist der Austausch dieses Gerätes notwendig.
Qualitätssicherung
Im dritten und letzten Schritt werden wir zur Qualitätssicherung nach erfolgreicher Erhebung und Anpassung jeweils stichprobenartig jedes zehnte Erdgasgerät prüfen. Uns ist wichtig, dass die Arbeiten rund um die Erhebung und Anpassung fachgerecht durchgeführt wurden. Selbstverständlich erhalten Sie auch in diesem Fall rechtzeitig ein Informationsschreiben, in dem wir unseren Besuch ankündigen werden.